Eines meiner Lieblingsthemen ist öffentlicher Raum und wie er von möglichst vielen Menschen gut gemeinsam genutzt werden kann.

Öffentlicher Raum ist mehr als nur die Strecke, die wir durchqueren, wenn wir einkaufen oder von der Arbeit oder der Schule nach Hause gehen. Straßen und Plätze machen einen Großteil des Lebensraums Stadt aus und ich will dazu ermuntern, diesen aktiv zu nutzen, damit wir gerne dort leben, wo wir sowieso viel Zeit verbringen.

In den letzten Jahren habe ich eine Vielzahl von Aktionen im öffentlichen Raum konzipiert, durchgeführt und andere dabei unterstützt, eigene Aktionen zu planen: Guerilla Gardening, Flashmobs, Straßentheater, Street Art, Urbane Picknicke, OpenAirPingPong, digitale und analoge Spielformate auf Straßen und Plätzen …

Die Auseinandersetzung mit urbanen Räumen und dem eigenen Stadtteil stärkt die Identifizierung derjenigen, die dort leben, aktiviert und führt somit zu einer höheren Lebensqualität und einer aktiven Stadtgesellschaft. Urbane Räume ermöglichen ein Kennenlernen von Neuem, eine spontane Auseinandersetzung mit wechselnden Umständen und sind daher sehr geeignet, Lern- und Denkprozesse zu entfachen.

Raumwahrnehmung, ­-aneignung und ­-gestaltung können mit kreativen Methoden spielerisch unterstützt werden und machen Spaß. All das verstehe ich auch unter Urbanem Lernen!

Gerne biete ich rund um das Thema Aktionen, Workshops, Vorträge und neue Formate an.

Forschungsinstitut für Sinn und Unsinn

Vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 fand das Freiraumlabor in Magdeburg statt. Die Landeshauptstadt testete neue Ansätze einer innovativen Innenstadtbelebung um den Breiten Weg als Begegnungs- und Kommunikationsraum zu stärken. Das „Forschungsinstitut für Sinn und Unsinn“ ist ein von mir entwickeltes künstlerisches und partizipatives Projekt, das während des Freiraumlabors erkundete, wie die Innenstadt attraktiver und lebenswerter für alle wird und dabei zum gemeinsamen Stadterforschen einlud. Das „Forschungsinstitut für Sinn und Unsinn“ hat spielerisch Meinungen eingeholt und zum Nachdenken über Stadträume eingeladen.

Auch im Rahmen des Freiraumlabors in Magdeburg habe ich die Freiraumgalerie Halle dabei unterstützt, ein kreatives Wegleitsystem zu entwickeln. In Rücksprache mit Geschäften auf dem Breiten Weg haben wir uns Slogans überlegt und mit Kreide auf dem Boden gesprüht. Mit anderen Stencils haben wir die Sprechblasen optisch verbunden und so auf dem Areal eine sichtbare und farblich abgestimmte Verbindung zwischen verschiedenen kreativen Elementen geschaffen.